Wald

Ökologiestation Lahr / CINE de Bussierre                                                                            

4. Klasse Grundschule Kuhbach / École élémentaire de la Niederau, Strasbourg

An einem ersten Treffen zwischen der deutschen Umweltpädagogin, dem französischen Umweltpädagogen und den Lehrerinnen, an dem alle hoch motiviert und interessiert waren, wurden die Projektidee vorgestellt sowie alle Termine festgelegt. Auf Wunsch der Lehrerinnen wurden die gegenseitige Vorstellung die Schulräume sowie das Kennenlernen der Fasnacht in Kuhbach in das Projekt integriert. Sie übernahmen hierfür die Einbindung der Eltern in die Arbeit, die pädagogische Vor- und Nachbereitung der Termine sowie den Kontakt der Klassen zwischen den Treffen (in Form von Briefen, die von den Umweltpädagogen entworfen wurden). Die deutsche Lehrerin kümmerte sich um die Rahmenbedingungen, die daraus entstehen, dass während des Projektes die reguläre Schulzeit überschritten wird. Die Partnerschaften zwischen den Kindern wurden von den Lehrerinnen gebildet. Zwischen Oktober und Mai fanden neun Veranstaltungen statt. Der inhaltliche Schwerpunkt variierte und wechselte zwischen Umweltbildung, Spracherwerb und interkultureller Arbeit.

Ziel des ersten Treffens war das Kennenlernen der Umweltpädagogen in der Klasse des eigenen Landes, die Vorstellung der Projektidee und des Ablaufs, Übungen und Spiele in der Muttersprache und die inhaltliche, naturpädagogische Arbeit zum Thema „Bäume des Waldes“.

Beim zweiten Treffen besuchten die Umweltpädagogen die Klasse des anderen Landes. Die Kinder erhielten Tipps zum Verstehen der Fremdsprache, sangen dem Umweltpädagogen vor, wurden mit der Art des Anderen vertraut und neugierig auf die Partnerklasse. Themenschwerpunkt war „die Tiere des Waldes“.

Beim ersten richtigen Austauschtreffen besuchten die französischen Kinder die deutschen Kinder. Die Spannung war groß. Die deutschen Kinder zeigten ihre Schule und es wurde gemeinsam gesungen und gespielt. Im Wald fand ein Kooperationsspiel statt (Waldkugelbahnbau) und im Anschluss gab es ein großes Büffet. Die Kinder stellten Spezialitäten aus dem eigenen Land vor. Nach dem Essen gab es eine Pause auf dem Schulhof. Die Kinder hatten Gesellschaftsspiele mitgebracht, die sie sich gegenseitig erklärten und miteinander spielten.

Bei dem folgenden Treffen wurden für die Fasnacht Masken zum Thema Wald vorbereitet. Hier arbeitete der Umweltpädagoge alleine in der Klasse des Nachbarlandes.

Am „schmutzigen Donnerstag“ besuchten die französischen Schüler erneut die Klasse in Kuhbach. Die deutschen Kinder machten Spiele vor, es gab ein kleines Picknick, die Narrenzunft holte die Klassen ab und es gab einen Umzug zum Rathaus, wo der Bürgermeister die Kinder empfing und bewirtete.

Im Mai fand das Abschlusstreffen bei der CINE de Bussiere statt. Die französischen Kinder begrüßten die deutsche Klasse. Nachdem naturpädagogische Übungen im Wald (Schwerpunkt „Bäume des Waldes“, Partnerübungen, Vertrauensübungen) durchgeführt wurden, gab es ein Spezialitätenbüffet und freie Zeit zum Spielen. Zu Fuß gingen die Kinder anschließend zur Schule, welche die Kinder ihren deutschen Partnern stolz zeigten.

Alle Teilnehmer des Projektes waren sich einig, dass die Zeit fast immer zu kurz war und die 1,5-stündige Anfahrt weit. Trotz der unterschiedlichen Sprachniveaus waren die Kinder hoch interessiert und motiviert. Anders als bei rein naturpädagogischen Veranstaltungen konnte das Thema Wald nicht in allen Facetten behandelt werden - es war Mittel zum Zweck. Die differenzierte Planung und Organisation der Aktivitäten war sehr positiv. Die Offenheit der Lehrerinnen und Umweltpädagogen sowie ihre Freude an der Zusammenarbeit war grundlegend für das Gelingen des Projektes.

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